Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Landschaft im Wandel: Die Niederungen der ETS‑Region stehen im Zentrum der regionalen Klimaanpassungsstrategie. Foto: Tiessen

Die Eider-Treene-Sorge‑Region (ETS) macht einen entscheidenden Schritt für ihre Zukunft: Die AktivRegion ETS befürwortet die Ausgabe von knapp 200.000 Euro für eine neue Klimakoordinatorenstelle, die erstmals alle relevanten Akteure zusammenbringt. Für den Zeitraum bis zum 31. März 2029 erhält die kommunal getragene ETS GmbH dafür eine Förderung von 199.850 Euro aus dem Grundbudget der AktivRegion, das im Rahmen des EU-Programms LEADER und der Landesförderung für ländliche Räume bereitgestellt wird.

Mit der neuen Stelle entsteht eine übergreifende Koordinations- und Netzwerkstruktur, die Klimaan-passung, Naturschutz, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Kommunen, Verbände, Wissenschaft und Zivilgesellschaft systematisch zusammenführt – und die Region Eider-Treene-Sorge zu einem Modellraum für klimagerechte Niederungsentwicklung weiterentwickeln soll. Damit stärkt die Flusslandschaft nicht nur ihre ökologische Resilienz, sondern auch die Lebensqualität und wirtschaftliche Zukunft ihrer Gemeinden.


Daten zum Förderprojekt im Überblick:
Projekttitel
: Klimakoordinator/in für die ETS-Region
Projektträger: Eider-Treene-Sorge GmbH
Gesamtkosten: 290.500 €
Förderfähige Kosten: 285.500 €
Förderung über die AktivRegion: 199.850 € (Förderquote: 70 %)


Antwort auf die Herausforderungen der Zeit
Die ETS-Region gehört zu den ökologisch wertvollsten, aber auch klimatisch sensibelsten Niederungs-landschaften Deutschlands. Steigende Wasserstände, entwässerte Moorböden, Extremwetterereignisse und die Notwendigkeit neuer Landnutzungskonzepte verlangen langfristige Strategien und verlässliche Partnerschaften.

Die neue Klimakoordinatorenstelle soll diese Herausforderungen in konkrete Lösungen übersetzen, regionale Akteure vernetzen, Wissen bündeln und die Umsetzung der Niederungsstrategie 2100 und weiterer regionaler Zukunftsthemen aktiv vorantreiben.

 

Konkrete Aufgaben der neuen Klimakoordination:

  • ein dauerhaftes regionales Klimanetzwerk aufbauen,
  • Fachveranstaltungen, Workshops und Beteiligungsprozesse koordinieren,
  • regionale Transformationspfade gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben, Verbänden und Kommunen entwickeln,
  • Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit initiieren,
  • neue Einkommensmodelle wie Paludikultur, Biodiversitätsleistungen und CO₂-Zertifikate mit Part-nern weiterentwickeln,
  • Wissenstransfer und Dialogformate zwischen Praxis und Forschung stärken.

Durch diese neue Struktur soll die Region langfristig klimaresilient, wirtschaftlich stabil und ökologisch tragfähig aufgestellt werden.

Hinweis: Die Stellenausschreibung läuft ab sofort
Interessierte können sich ab sofort bewerben – die ETS GmbH sucht eine engagierte Persönlichkeit, die diese Schlüsselrolle übernimmt. Die vollständige Ausschreibung ist auf der Webseite der ETS GmbH abrufbar. Bewerbungen sind bis zum 10. März 2026 digital einzureichen an: info[at]eider-treene-sorge.de


Ralf Tiessen, Geschäftsführer der ETS GmbH:
„Die ETS-Region steht vor tiefgreifenden Veränderungen – und wir wissen, dass wir die großen Aufgaben der Klimaanpassung nur gemeinsam bewältigen können. Mit der neuen Koordinationsstelle schaffen wir erstmals eine verbindende Klammer zwischen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Naturschutz, Kommunen und engagierten Menschen vor Ort. Die Förderung der AktivRegion ermöglicht es uns, mutig und vorausschauend neue Wege zu gehen. Sie ist ein Meilenstein für eine lebenswerte, widerstandsfähige und wirtschaftlich starke Zukunft unserer Region.“

Levke Brauer, Regionalmanagerin der AktivRegion Eider-Treene-Sorge:
„Die ETS-Region zeigt mit die-sem Projekt beispielhaft, wie Klimaschutz, regionale Zusammenarbeit und zukunftsfähige Entwicklung Hand in Hand gehen können. Die Klimakoordinator-Stelle ist ein innovativer Ansatz, der weit über die Region hinaus wirkt. Wir freuen uns, dieses wegweisende Vorhaben zu unterstützen – es setzt ein klares Signal für nachhaltige Transformation und regionale Stärke.“

Horst Rudolph, Vorsitzender der AktivRegion Eider-Treene-Sorge:
„Mit dieser neuen Stelle setzen wir ein starkes Zeichen: Die ETS-Region nimmt ihre Zukunft selbst in die Hand. Klimaanpassung gelingt nur, wenn Menschen, Wissen und Ideen zusammenkommen – und genau dafür schaffen wir jetzt die strukturellen Voraussetzungen. Die Förderung ist nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern ein Bekenntnis zu einer Region, die mutig vorangeht und zeigt, wie ländlicher Raum zur Zukunftsregion werden kann.“

Martin Matzdorf, Geschäftsführer des Eider-Treene-Verbandes (ETV):
„Wasser, Landschaft und Landwirtschaft gehören in der ETS‑Region untrennbar zusammen – und genau deshalb benötigen wir eine koordinierte, verlässliche Zusammenarbeit. Die neue Stelle wird dabei helfen, komplexe wasserwirtschaftliche Herausforderungen mit den Anforderungen der Grünlandwirtschaft sowie des Natur- und Klimaschutzes in Einklang zu bringen. Wir sehen großes Potenzial darin, gemeinsam mit der ETS GmbH innovative Wege zu gehen, um die Region widerstandsfähig und nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Ralf Lange, Amtsvorsteher Amt Kropp-Stapelholm und Bürgermeister der Gemeinde Meggerdorf:
„Für uns Gemeinden mitten in der Niederungslandschaft ist klar: Die Herausforderungen des Klimawandels lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Die neue Klimakoordinationsstelle gibt uns die Chance, regio-nale Interessen zu bündeln und Lösungen zu entwickeln, die sowohl unsere Dörfer als auch unsere Landschaft schützen. Dieses Projekt zeigt, dass die ETS‑Region zusammensteht und Verantwortung für die Zukunft übernimmt – für unsere Bürgerinnen und Bürger und für die Generationen, die nach uns kommen.“

 

Daten zur Niederungsstrategie 2100:

  • Offizieller Name: Strategie für die Zukunft der Niederungen bis 2100 („Niederungsstrategie 2100“)
  • Herausgeber: Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig‑Holstein (MEKUN)
  • Zielsetzung: Die Niederungsstrategie soll einen landesweiten Rahmen schaffen, um die Niederungsgebiete Schleswig‑Holsteins – etwa 20 % der Landesfläche, die unter 2,5 m Normalhöhennull liegen – an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
  • Betroffene Bereiche: Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Natur‑ und Artenschutz, Kommunale Entwicklungen (Flächen, Siedlungen, Infrastruktur), Klima‑ bzw. CO₂‑Bilanz des Landes (Moorbodenschutz)
  • Bisheriger Prozess: Seit 2020 in Erarbeitung durch MEKUN gemeinsam mit dem Landwirtschaftsminis-terium. Begleitet von einem Projektbeirat aus Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Naturschutz, Regionalentwicklung und Kommunalvertretern – Abschluss der Strategie und Beschluss eines ergänzenden Handlungsplans durch die Landesregierung am 10.12.2024

Gefördert durch

Impressionen

Spielplatz Viöl
Soccer Cage
Hollingstedt Rastplatz
Regionaler Marktplatz in Christiansholm
Holme-Tour
Regionalmanagerin Levke Brauer