Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
24803 Erfde-Bargen,

2026 - Im Mittelpunkt steht die Kompetenzstärkung der örtlichen Akteure für Klimaschutz und Klimawandelanpassung in der Eider-Treene-Sorge-Region.

Kernthema 3: Qualifizierung und Sensibilisierung für die Themen Klima, Umwelt & Natur

Ausgangssituation: 

Die Eider-Treene-Sorge-Niederung zählt zu den bedeutendsten Niederungslandschaften Norddeutschlands und steht vor erheblichen Herausforderungen durch den Klimawandel. Die Region ist geprägt von intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, entwässerten Moorböden und einem komplexen Wasserregime. Extremwetterereignisse, steigende Anforderungen an Wasserrückhalt und Moorschutz sowie die Notwendigkeit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen erfordern eine tiefgreifende Transformation. Das Niederungsgebiet erstreckt sich über vier Landkreise mit unterschiedlichen kommunalen Strukturen. Diese Vielfalt führt zu besonderen Anforderungen an Kooperation und Koordination, da kommunale Pflichtaufgaben unterschiedlich ausgelegt werden.

Bisher existieren verschiedene Initiativen und Netzwerke, die sich auf Teilaspekte wie Moorschutz, Flächenmanagement Wasserwirtschaft oder Klimaschutz konzentrieren – darunter etwa das Klimabündnis Mittlere Geest sowie die Klimaschutzagenturen der Kreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde. Dennoch fehlt eine übergeordnete, sektorübergreifende Koordinationsstelle, die politische, ökologische, ökonomische und soziale Belange integriert und den Wissenstransfer zwischen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sicherstellt. Es besteht eine deutliche Umsetzungslücke zwischen strategischen Konzepten und örtlichen Initiativen.  


Projektinhalt: 

Schaffung einer neuen, hauptamtlichen Personalstelle bei der Eider-Treene-Sorge GmbH (Klimakoordinator/in). Ziele sind der gemeinsame Aufbau und die Verstetigung einer regionalen Netzwerk- und Koordinationsstruktur, die Akteure aus Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Naturschutz und Zivilgesellschaft zusammenführt, um die Region ökologisch, ökonomisch und sozial klimaresilient zu entwickeln.

Sie koordiniert Akteure, stärkt Kompetenzen, macht Beteiligung verbindlich und übersetzt strategische Leitlinien in konkrete Projekte. Die Maßnahme setzt auf eine breite Bürgerbeteiligung, um Akzeptanz und Mitgestaltung zu fördern. Geplant sind Regionalkonferenzen, Workshops und digitale Beteiligungsformate, die den Dialog zwischen Kommunen, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Naturschutz und Bevölkerung ermöglichen. Damit wird nicht nur Klimaschutz vorangetrieben, sondern auch der Dialog in der Dorfgemeinschaft gestärkt und ehrenamtliches Engagement unterstützt.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein zentraler Bestandteil des Projekts, um die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen zu erhöhen und die regionale Vernetzung zu fördern. Geplant sind regelmäßige Beiträge in der regionalen Presse, Fachartikel sowie Interviews mit Projektbeteiligten. Darüber hinaus werden Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram genutzt, um aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und Projektergebnisse zielgruppengerecht zu kommunizieren. Ergänzend wird eine digitale Plattform eingerichtet, die als Informations- und Austauschforum für Akteure dient.

Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst die Begleitung eines geplanten Projekts in Print-, Digital- und Audio-Form. Dieses multimediale Projekt soll als Referenzwerk dienen und die regionale Vorreiterrolle sichtbar machen. Darüber hinaus wird ein fachlicher Führer entwickelt, der die Vielfalt bereits umgesetzter Projekte in der Region dokumentiert.

 

Projektziele:

Mit der Einrichtung der Personalstelle „Klimakoordinator/in – Klimagerechte Regionalentwicklung“ werden qualitative Ziele verfolgt, die deutlich über reine Projektorganisation hinausgehen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer dauerhaften Netzwerk- und Kooperationsstruktur, die alle relevanten Akteure – Kommunen und Ämter, Wasser- und Bodenverbände, Landwirtschaft, Naturschutzorganisationen, Wissenschaft, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger – zusammenführt und eine gemeinsame Handlungskultur für klimagerechte Lösungen in der Eider‑Treene‑Sorge‑Region etabliert. Dazu werden zielgruppenspezifische Formate (Regionalkonferenzen, Arbeitsgruppen, Fachwerkstätten, Exkursionen) konzipiert und umgesetzt, die Sensibilisierung, Wissensaustausch und Kompetenzaufbau vor Ort fördern.

Die Stelle schafft einen einheitlichen Ansprechpartner für Klimaschutz und Klimawandelanpassung in der Region und trägt damit unmittelbar zu den Zielen der Integrierten Entwicklungsstrategie der AktivRegion ETS bei.

 

Projektträger:

Eider-Treene-Sorge GmbH

 

Projektansprechpartner:

Ralf Tiessen


Projektlaufzeit:

04/2026 bis 03/2029


Gesamtinvestition brutto: 

290.500,00 €


Föderung AktivRegion Eider-Treene-Sorge:

199.850,00 €

© Ralf Tiessen

Klimakoordinator/in für die ETS-Region

Kontakt: Eider-Treene-Sorge GmbH
Telefon: 04333-9924910
E-Mail: info[at]eider-treene-sorge.de
Webseite: www.eider-treene-sorge.de

Gefördert durch

Impressionen

Spielplatz Viöl
Soccer Cage
Hollingstedt Rastplatz
Regionaler Marktplatz in Christiansholm
Holme-Tour
Regionalmanagerin Levke Brauer