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Karsten Jasper, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH, berichtet über die Fördermöglichkeiten der AktivRegionen.

Friedrichstadt Die schleswig-holsteinische Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack besuchte im Rahmen ihrer Sommertour die AktivRegionen Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge, die mit EU-Mitteln vielfältige Projekte im ländlichen Raum unterstützen.

Während der zweistündigen Veranstaltung wurden der Ministerin drei Projekte der Holländerstadt vorgestellt. Neben den Projekten „E-Ladesäulen in der Flusslandschaft“ und „Friedrichstadt blüht“ verschaffte sie sich einen Eindruck vom „Friedrichstädter Wohnmobilstellplatz“. Geschäftsführerin Anja Andersen skizzierte die Entstehung des Projektes und die große Bedeutung von EU-Fördermitteln für die Umsetzung. Dabei zog sie ein positives Fazit. „Die Zusammenarbeit mit der AktivRegion Südliches Nordfriesland und der Stadt Friedrichstadt war sehr konstruktiv und wir konnten durch die bereitgestellten Mittel unser Vorhaben direkt umsetzen“, so Frau Andersen. Inzwischen ist der begehrte Wohnmobilstellplatz nicht mehr aus Friedrichstadt wegzudenken.

Beim anschließenden Fachaustausch im Rathaus zeigte Silke Andreas, Regionalmanagerin der AktivRegion Südliches Nordfriesland, auf, wie positiv sich die Förderung der AktivRegionen auswirkt. Insgesamt, so Andreas, seien seit 1999 ca. 20 Millionen Euro an EU-Fördermitteln in die Region geflossen – jeder durch die Europäische Union investierte Euro löse eine Investition von etwa 2,40 Euro aus. Der Sprecher der AktivRegionen Schleswig-Holsteins, Hans-Jürgen Kütbach, betonte darüber hinaus die Bedeutung des flächendeckenden Ansatzes: „Die landesweite Umsetzung in Schleswig-Holstein ist ein hervorragender Weg, um lokale Initiativen und Projekte nachhaltig zu fördern“, so Kütbach. Zudem seien die AktivRegionen heute etabliert und durch professionelle Regionalmanagements hervorragend aufgestellt.

Tim Richert, Regionalmanager der AktivRegion Eider-Treene-Sorge, gab der Ministerin einen Einblick in das neue Förderinstrument Regionalbudget. Dieses setzt sich aus Bundes-, Landes- und kommunalen Eigenmitteln zusammen und erfreut sich sehr großer Beliebtheit. „Die Zahl der Projektanträge im Regionalbudget ist von 2019 auf 2020 deutlich angestiegen“, machte Richert deutlich. Vom Regionalbudget, so der Regionalmanager weiter, profitierten oftmals gerade kleinere Gemeinden, für die das Programm eine große Chance darstelle. Für das neue Förderinstrument steht jeder AktivRegion jährlich ein Budget von 200.000 € zur Verfügung, woraus Maßnahmen mit einer Gesamtinvestition von bis zu 20.000 Euro eine 80-prozentige Brutto-Förderung erhalten können.

Die Innenministerin zeigte sich erfreut, dass sowohl das Regionalbudget als auch die Förderung über das Grundbudget einen so großen Anklang bei der Bevölkerung und den kommunalen Vertretungen finden. Sütterlin-Waack dankte den Vertretern der AktivRegionen und der Stadt Friedrichstadt für die gelungene Veranstaltung. Nach ihrem kürzlichen Amtsantritt habe ihr der Besuch wichtige Eindrücke über die Arbeit vor Ort gegeben. Die Realisierung des Bottom-up-Ansatzes erfordere ein großes Vertrauen in die Regionalmanagements und die Lokalen Aktionsgruppen, die über die Mittel entscheiden. Dieses Vertrauen, so die Ministerin, halte sie nach den Präsentationen und fachlichen Diskussionen für ausgesprochen gut investiert.

Gefördert durch

Impressionen

Regionalmanager Tim Richert