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25884, Viöl, Westerende 41
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Das ländliche geprägte Amt Viöl ist stark vom anhaltenden Strukturwandel betroffen: Weniger Beschäftigung in der Landwirtschaft, anderweitige Wirtschaftszweige kaum vertreten, zu erwartende Leerstände innerorts, wohnortnahe Infrastruktur schwindet. Ein Amtsentwicklungsplan soll strategische Handlungsschwerpunkte identifizieren unterlegt mit konkreten Handlungsansätzen.

Eine Bestandsanalyse über den Istzustand des Amtsgebietes bildet die Grundlage. Eine stärkere übergemeindliche Zusammenarbeit soll die Tragfähigkeit von Einrichtungen/ Angeboten gewährleisten. Die Gemeinden erhalten eine umfassende Informationsmöglichkeit für Investitionsentscheidungen aufgrund der zu erwartenden zukünftigen Entwicklungen bis 2030. Intensive Bürgerbeteiligungsprozesse sollen zu einer zukunftsfähigen Bewusstseinsbildung führen. Darüber hinaus sollen für die medizinische Versorgung Anreize entwickelt werden, die durch die Gemeinden sicherzustellen sind.

Zukunftsfähige Angebote für Familienfreundlichkeit, insbesondere für Kinder- und Jugendbetreuung auch im Hinblick auf die Fachkräftesicherung sind zu schaffen. Die Anbindung an Breitbandinfrastrukturen bietet Chancen für Homeoffices, womit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleistet werden kann. Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, der demographischen Entwicklung und der pädagogischen Anforderungen sollen die Bedarfe sowie die Räumlichkeiten/Trägerschaften der vorhandenen Kindertagesstätten abgefragt und ggf. optimiert werden.

Viele Häuser und Wohnungen entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein gesundes, energieeffizientes, familienfreundliches oder seniorengerechtes Wohnen. Auch wenn heute keine großen Leerstände in den 13 amtsangehörigen Gemeinden zu verzeichnen sind, werden sich die Gemeinden in den nächsten Jahren mit der Wohnbauentwicklung und hierzu gehört auch der generationsgerechte Umbau von Gebäuden, auseinandersetzen müssen. Eine mögliche Vorgehensweise ist, den vorhandenen Bestand zu ermitteln und Prognosen über die künftige Verwertung, insbesondere älterer Gebäude, zu erstellen. Ziel sollte es sein, das Ergebnis in eine Innenentwicklungsplanung einfließen zu lassen, wobei der „ortsbildprägende Charakter“, aber auch die Gestaltung von „Ortsmittelpunkten“ für die Gemeinden sicherlich einen wichtigen Aspekt darstellen wird. Kommunen sollten beim Thema Wohnungsbau ihre Zusammenarbeit intensivieren, d. h. es kann für alle Beteiligten gewinnbringend sein, wenn Gemeinden im Rahmen von interkommunaler Zusammenarbeit gemeinsame Lösungen erarbeiten und umsetzen. Zukunftsfähige Strategien müssen nicht von einer Gemeinde allein entwickelt und umgesetzt werden.

Für die Freiwillige Feuerwehren soll die zukünftige Organisation des Brandschutzes unabhängig von Gemeindegrenzen unter Berücksichtigung gestiegener Anforderungen an den Brandschutz, des baulichen Zustandes gemeindlicher Feuerwehrgerätehäuser, der Tagesverfügbarkeit, der Finanzlage der öffentlichen Hand, der Wahrung der dörflichen Verbundenheit und Beteiligung sowie Organisation der öffentlichen Veranstaltungen entwickelt werden. Dorfgemeinschaftshäuser sind denkbar sowie für die Umsetzung von Maßnahmen Regionalentwickler. Die ehren- und hauptamtlichen Strukturen im Schulverband Viöl sollen den Realitäten an einen modernen und zukunftsorientierten Betrieb angepasst bzw. weiterentwickelt werden.

Projektträger:

Amt Viöl

Asprechpartner:

Amt Viöl

Projektlaufzeit:

2019 - 2020

Gesamtinvestition brutto:

EUR 109.480,00

Gesamtinvestition netto:

EUR 92.000,00

Förderung netto 60 %:

EUR 55.200,00

 

© TeroVesalainen auf Pixabay

Amtsentwicklungsplan Viöl 2030

Kontakt: Amt Viöl
Telefon: 04843-2090 0
E-Mail: info[at]amt-vioel.de
Webseite: www.amt-vioel.de

Gefördert durch

Impressionen

Kontakt: Regionalmanager Michael Helten