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2019 - Neben der Schaffung von befestigten Parkbuchten, Sitzgelegenheiten und neuen Hinweisschildern soll das Königsmoor besser zugänglich und nachhaltig erlebbar gemacht werden.

Ausgangssituation:

Das Königsmoor in Christiansholm zählte einst zu einem der größten Hochmoorregionen in Schleswig-Holstein. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet durch Gräben und Drainagen entwässert, um sie als Grünland intensiv zu nutzen. Mittlerweile ist die Stiftung Naturschutz Eigentümerin von einem Großteil der Flächen. In vielen Bereichen wurde nach und nach auf extensive Nutzung ohne Düngung und Grünlandpflege umgestellt. Mittlerweile wurden schon großflächige Gebiete des Königsmoores von der Stiftung Naturschutz auf diese Weise renaturiert. Auf den vernässten Flächen stellt sich mittlerweile eine Sumpfvegetation mit Röhricht, Seggen und Binsen ein, in Teilbereichen wachsen Weidengebüsche. Da das Moor ausschließlich aus Niederschlagswasser gespeist wird, kann sich langfristig wieder eine typische Hochmoorvegetation entwickeln. Doch die Entwicklung des Königsmoores wird bislang kaum öffentlich wahrgenommen.

Bereits heute ist der Streckenverlauf vom Ortskern in Christiansholm Richtung Königsmoor – entlang des Alten Bahndammes – Bestandteil des Eider-Treene-Sorge-Radweges. In Zukunft wird die Bedeutung des Gebietes als Naherholungsort zunehmen. Geplant sind die Schaffung von gut ausgebauten Parkzonen entlang des Eider-Treene-Sorge-Radweges, das Aufstellen von Sitzgelegenheiten und die Beschilderung vom Ortsrand Christiansholm zu den renaturierten Flächen sowie zum Aussichtshügel der Stiftung Naturschutz im Königsmoor.

Ausgangspunkt der Maßnahme ist der östlich gelegene Ortsrand von Christiansholm. In dem Bereich wir ein erster Informationspunkt mit Details zum nahe gelegenen Königsmoor installiert. Weiter östlich verläuft die Siedlungsstraße Richtung Königsmoor und bildet entlang des Alten Bahndammes den Streckenverlauf des Eider-Treene-Sorge-Radweges. Auf diesem Streckenverlauf werden am Straßenrand mehrere Haltebuchten für Pkw geschaffen. Dort werden zudem Sitzgelegenheiten geschaffen. Am östlichen Rand der Gemeindegrenze befindet sich wenige Meter nördlich des Alten Bahndammes der Aussichtshügel der Stiftung Naturschutz – rund zwei Kilometer von der bebauten Ortsgrenze entfernt. Dieser soll als touristisches Anlaufziel besser ausgeschildert werden.

 

Ziele:

Bei dem Projekt handelt es sich nach GAK-Rahmenplan einerseits um eine förderfähige Dorfentwicklung nach 4.0, da dörfliche Plätze, Straßen und Wege gestaltet werden. Andererseits ist das Projekt auch nach GAK-Rahmenplan 5.0 als dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen einzustufen, da es sich hierbei vorrangig um die Erschließung der touristischen Entwicklungspotenziale handelt.

Das Königsmoor hat in Sachen Tourismus als Erholungsgebiet für Wanderer, Rahfahrer und Ruhesuchende regional und darüber hinaus eine große Bedeutung. Bereits heute ist die Stiftung Naturschutz bestrebt, landesweit auf die Bedeutung von Mooren als CO2-Speicher aufmerksam zu machen. Im Amtsentwicklungskonzept Hohner Harde wird das Gebiet zudem als interkommunales Projekt mit Entwicklungspotenzial eingestuft.

Die Stiftung Naturschutz betreibt in Sachen Moorschutz überregionale Aufklärungsarbeit. Vor allem die durch die Renaturierungsmaßnahmen erzielten Erfolge in Sachen CO2-Speicher sind von enormer Bedeutung unsere Zukunft. Mit dem Projekt der touristischen Erschließung des Königsmoores will die Gemeinde Christiansholm als Kooperationspartner die Stiftung Naturschutz nachhaltig unterstützen.

Durch die Verbesserung der Ausschilderung vom Ortskern zum Königsmoor wird überhaupt erst sichergestellt, dass das Gebiet überhaupt gefunden werden kann. Parkbuchten und Sitzgelegenheiten an den Straßenrändern steigern zudem nachhaltig die Qualität.

 

Projektträger: Gemeinde Christiansholm

Projektlaufzeit: 10/19 bis 11/19

Gesamtinvestition: 18.816,41 €

Förderung: 15.053,13 €

Touristische Erschließung des Königsmoores in Christiansholm

Kontakt: Gemeinde Christiansholm
Telefon: 04339/999181
E-Mail: info[at]christiansholm.de
Webseite: http://www.christiansholm.de/

Gefördert durch

Impressionen

Regionalmanager Tim Richert